Web-Präsentation

Es freut mich, diese Website zu präsentieren, die das „Col·lectiu Misteris d'Olesa de Montserrat„ („Kollektiv Mysterien von Olesa de Montserrat“) zu Ostern 2013 ermöglicht hat.

Christliche Gemeinden feiern in diesen Tagen das Geheimnis des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Christi. Diese Feierlichkeiten sind der Höhepunkt des liturgischen Jahres.

In unserer Stadt werden jedoch zusammen mit den Osterfeierlichkeiten eine Reihe von Darstellungen von Volksfrömmigkeit, die sogenannten „Mysterien“ gezeigt. Besonders in der Nacht vom Gründonnerstag und im Laufe des Karfreitags werden in verschiedenen Stadtvierteln eine Reihe von Skulpturen ausgestellt, die die einzelnen Szenen des Leidens und Sterbens Jesu darstellen.

Vor ein paar Jahren befürchteten viele Menschen, dass die zunehmende Säkularisierung unserer Gesellschaft und Kultur sowie die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils die Inbrunst der Menschen, die im Mittelpunkt dieser Darstellungen stehen, schwächen könnten. Glücklicherweise war dies in Olesa de Montserrat nicht der Fall.

Die Zeichen der Volksfrömmigkeit, die unsere „Mysterien“ darstellen, rufen in den Menschen, die sie besuchen, starke Gefühle hervor, die sich in tiefem Schweigen, in schwankenden Hin- und Her-Bewegungen, in Musik und in Gebeten äußern.

Diese „Mysterien“, Bilder oder Schritte, sollen uns allen helfen, an das Wichtigste in der Heilsgeschichte zu erinnern. Im Glauben und im Gebet können die „Mysterien“ uns helfen, bessere Menschen, bessere Christen zu werden. Beim Besuch der „Mysterien“ sollten wir vereint mit Jesus und der ganzen christlichen Gemeinschaft beten. Letztendlich beten wir zusammen mit ganz Olesa de Montserrat, wo die Menschen es durch ihre Treue zur Tradition ermöglicht haben, diese schöne Tradition des Aufstellens von „Mysterien“ zu erhalten, die in diesen Tagen von den einheimischen und angereisten Besuchern bewundert werden können.

Mossèn Esteve Fernández
Pfarrer von Olesa

URSPRUNG DER MYSTERIEN VON OLESA DE MONTSERRAT

Die Tradition der im Volksmund sogenannten „Mysterien“ begann im späten 17. Jahrhundert und wurde während des 18. Jahrhunderts dokumentiert, obwohl ihr Ursprung durchaus älter sein kann. Wie bereits von Dr. R. Casajoana in der Zeitung „Vida Olesana“ (Das Leben Olesas) im Jahre 1931 erwähnt, kann man keinen bestimmten Zeitpunkt angeben, an dem diese Tradition gelebter Volksfrömmigkeit begann ..."

Die beiden ältesten Bilder dieser Tradition stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert, verschwanden jedoch aus dem Haus „Ca la Pellera“. Ihren Höhepunkt hatte die Mysterientradition im Barock mit der Gründung der „Congregació del Dolors“ (Kongregation der Schmerzen) im Jahre 1694. Während des 18. Jahrhunderts übernahm dann die ehemalige Bruderschaft Christi die Weiterführung dieser Tradition (die Kongregation vom Heiligen Kreuz wurde erstmals bereits im Jahr 1527 erwähnt).

Aus dieser Zeit stammen eine wichtige Darstellung des Heiligen Grabes, die Skulptur von "Cal Puigjaner", die im Jahr 1916 ins Diözesanmuseum des Priesterseminars verlegt wurde, jedoch später im Bürgerkrieg um 1936 von dort verschwand, sowie die „Pietat“ (die Pietà) von "Can Carreras".

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts gab es einen neuen Aufschwung, wertvolle „Mysterien“ wurden restauriert, andere Skulpturen durch qualitativ höherwertige ersetzt. So wurde beispielsweise das Bild „el Carrer de l'amargura“ (die Straße der Bitterkeit) zwischen 1881 und 1901 neu geschnitzt.

Der Bürgerkrieg 1936 zerstörte dieses Erbe; nur einige Teile wie die wunderbaren barocken Engel des Heiligen Grabes blieben erhalten. Doch nach dem Krieg haben die Bruderschaften der verschiedenen Stadtviertel ihre jeweiligen Bilder wieder in Auftrag gegeben. Aus dieser Zeit datieren die Skulpturen des Bildhauers Josep M. Camps Arnau.

Im Jahr 1969 wurden mit Zweiten Vatikanischen Konzil neue Richtlinien verabschiedet. Aufgrund dieser und im Hinblick auf die Konsensentscheidung einiger Priester der Diözese Barcelona – zu denen auch der Pfarrer von Olesa, Mn. Jaume Serrano zählte – wurde die öffentliche Ausstellung unserer „Mysterien“ ausgesetzt. Prozessionen, wie die der Karwoche, wurden in Olesa eingestellt und gerieten für zwei Jahrzehnte in Vergessenheit.

MISTERIS

Der Judaskuss

Der Judaskuss Diese Holzschnitzerei stellt den Verrat des Judas an Jesus dar, und ist das Werk des Bildhauers Josep M. Camps i Arnau (Barcelona, 1879–1968 ). Zu besichtigen ist sie am Gründonnerstag und Karfreitag an folgender Adresse: c/ Colom, 149.

Die Schmerzen Mariens

Die Schmerzen Mariens Hier sieht man eine durch den Schmerz verklärte Mutter Gottes. Dieses Werk stammt von Josep M. Camps i Arnau (Barcelona, 1879–1968) und man kann es am Gründonnerstag und Karfreitag am folgenden Platz sehen: plaça Nova, 21 (Pfarrkirche „Santa Maria“).

Col·lectiu Misteris d'Olesa de Montserrat RUTA DELS MISTERIS

Una de les tradicions més arrelades al municipi és l’exposició dels Misteris, onze imatges que representen moments de la vida i la Passió de Jesucrist, i que Dijous Sant i Divendres Sant s’exposen a diferents cases i locals de la vila.

La Ruta dels Misteris vol ser una mena de passejada, peregrinatge o processó inversa, en la qual qui es mou és la gent i les que queden quietes, estàtiques, són les figures dels populars Misteris.

Aquesta antiga tradició vol traspassar fronteres i atreure més visitants de fora de la vila. Per aquesta raó s’ha instaurat l’anomenada Ruta dels Misteris, per tal que totes les persones de dins i fora del municipi que no coneixen la tradició, puguin visitar les imatges, tot fent un recorregut que, en bona part, transcorre pels carrers del Nucli Antic.

L’itinerari que us proposem és una experiència gratificant per a totes les persones interessades en els monuments, l’art, la religió..., ja que el visitant pot admirar una sèrie d’imatges i grups escultòrics que ja formen part del nostre patrimoni cultural i històric.

Així, doncs, s'han preparat unes visites guiades per al Dijous Sant i Divendres Sant en els horaris següents:
Dijous Sant: 17.00 h
Divendres Sant: 11.00 h, 16.00 h, 18.00 h
L'inici de la ruta és a la plaça Fèlix Figueras (davant de l'Ajuntament). Cal inscripció prèvia al telèfon 653 80 72 31 (pregunteu per la Sílvia)

1. El bes de Judes, c/ Colon, 149, a la capella de l’Hospital.
2. La Pietat, c/ Clota, 30, Molí d’Oli
3. L’Ecce Homo, c/ Església, 32, Ca l’Escossi
4. El Camí del Calvari, c/ Ample, 39, Cal Pel·la
5. La Flagel·lació, c/ Creu Real, 18, Cal Puigjaner
6. L’Oració de l’Hort, c/ Santa Oliva, 34, Convent de les Monges Paüles
7. El Sant Crist, plaça Nova, 21 Parròquia Santa Maria
8. La Dolorosa, plaça Nova, 21 Parròquia Santa Maria
9. El Sant Sepulcre, c/ Forn 2, Ca la Planxadora
10. La Soledat, c/ Argelines, 24
11. El Crist de l’Agonia, c/ Indùstria, església de Sant Salvador